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In einem Interview weist die Juristin darauf hin, dass es mehrere Ursachen für die Missstände in der stationäre Altenpflege gebe, viele lägen im System. Der gesetzliche Pflegebedürftigkeitsbegriff ist stark verrichtungsbezogen – er lasse den Bedarf von Demenzkranken größtenteils unberücksichtigt. Die Kontrolle der Heime und die Personalausstattung seien unzureichend – und auf Mängel im System der Pflegeversicherung zurückzuführen. Ein wesentlicher Faktor sei die chronische Unterfinanzierung der Pflegeversicherung.
Die Familie habe selbstverständlich auch Verantwortung zu tragen, aber der Staat dürfe auf keinen Fall die Grundrechte der Pflegebedürftigen verletzen. Genau das geschehe aber derzeit durch die Missstände in vielen Pflegeheimen, gegen die der Gesetzgeber nichts unternehme – obwohl er Bescheid wisse.

Die Pflege-Revolte der Susanne Moritz, auf OVB-Online.de am 21. November 2013

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